// Männer, geht zum Arzt!

Mann lachend

Foto: Berlin Chemie/akz-o

akz-o Männer gehen deutlich seltener zum Arzt als Frauen. Besonders klar zeigt sich der Unterschied in den jüngeren Altersgruppen: So gehen beispielsweise die Männer in der Altersgruppe 30 bis 35 halb so oft zum Arzt wie gleichaltrige Frauen. Doch was sind die Gründe für die Scheu vorm Mediziner? Untersuchungen zufolge hält vor allem das vorherrschende Bild von Männlichkeit Männer davon ab, zum Arzt zu gehen. Besonders schwer scheint es Männern zu fallen, über sexuelle Funktionsstörungen zu sprechen: Nicht einmal 10 Prozent der Männer, die unter vorzeitigem Samenerguss leiden, gehen zu einem Arzt. Und das, obwohl vorzeitiger Samenerguss für Betroffene mit einem hohen Leidensdruck verbunden sein kann. Ein Arzt könnte ihnen helfen: Er berät hinsichtlich sexual- und paartherapeutischer sowie medikamentöser Therapieoptionen.

Warum Männer seltener zum Arzt gehen

Eine amerikanische Studie zeigt, dass vor allem das gesellschaftlich vorherrschende Bild von Männlichkeit verantwortlich für die selteneren Arztbesuche ist. Männer, deren Männlichkeitsideal eher dem Machotyp entspricht, gehen halb so oft zum Arzt wie Männer, die sich an einer moderateren Form der Maskulinität orientieren. Daten, die im Zusammenhang mit der Untersuchung des Verhaltens von Männern mit vorzeitigem Samenerguss in puncto Arztbesuch erhoben wurden, bestätigen diese Ergebnisse. Studien zufolge kommt jeder fünfte Mann regelmäßig zu früh. Doch es gehen weniger als 10 Prozent der betroffenen Männer zu einem Arzt. Einem großen Teil von ihnen ist es trotz starkem Leidensdruck peinlich, über dieses Thema zu sprechen. Andere Betroffene denken, dass ihnen ein Arzt nicht helfen kann.

Was Männern mit vorzeitigem Samenerguss wirklich hilft

Auf www.späterkommen.de finden Männer eine Arztsuche, denn fest steht: Die Mehrheit der Betroffenen kommt seit ihrer ersten sexuellen Erfahrung zu früh, unabhängig von Situation oder Partnerin. Die sogenannte lebenslange Form wird von Wissenschaftlern immer öfter mit einem partiell veränderten Serotoninhaushalt in Verbindung gebracht, der teilweise genetisch bedingt ist. Der Nervenbotenstoff Serotonin wirkt sich hemmend auf den Zeitpunkt des Samenergusses aus. Die erworbene Form des vorzeitigen Samenergusses lässt sich oft auf eine Grunderkrankung, wie erektile Dysfunktion oder Schilddrüsenprobleme, zurückführen. Richtiger Ansprechpartner ist daher in jedem Fall z. B. ein Urologe oder der Hausarzt.

Der professionelle Rahmen nimmt vielen Männern den Schrecken: Sie werden ernst genommen und eine Diagnose kann meist durch ein Gespräch gestellt werden, indem der Arzt gezielt nachfragt.

 

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